Frage Die "Mutter" des Kochbuchs.

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3 Tage 4 Stunden her #408 von theo
Die "Mutter" des Kochbuchs. wurde erstellt von theo
Ja, es ist faszinierend, aber tatsächlich hatte das Kochbuch der Mutter des Kochbuchs, das ich reparieren durfte, fast das gleiche Problem. Auch hier war der Rücken durch.
Immerhin, hatten sie wohl insgesamt 1963 ein besseres Papier verwandt, was das Vernähen deutlich einfacher machte. Musste nur wenig mit Japanseide ausbessern, obwohl das Buch in der Küche häufig gebraucht und benutzt wurde.


theo

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1 Tag 18 Stunden her #410 von Buchbube
Buchbube antwortete auf Die "Mutter" des Kochbuchs.
Sieht sehr gut aus, und das geschlossene Leinen ist für Kochbücher ohne Frage eine gute Wahl für Kochbücher :-).

Eine Idee, die mir ganz spontan kam (als Anregung vllt. für das nächste Buch): schick hätte es sicher auch ausgesehen, wenn Du die auf den vorderen Deckel aufgeklebten Bezugsstücke des alten Deckels "tiefer gelegt" hättest.

Think twice - cut once! ;-)

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1 Tag 14 Stunden her #411 von theo
theo antwortete auf Die "Mutter" des Kochbuchs.
Das stimmt wohl, aber wie? Hitze? Ausschneiden? Wie geht das bei Leinen, bei Leder ist das einfacher, da käme ich mit dem Bügeleisen.

theo

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1 Tag 11 Stunden her #412 von Buchbube
Buchbube antwortete auf Die "Mutter" des Kochbuchs.
Es ist eigentlich ganz einfach: nehmen wir an, Du machst eine Einbanddecke mit 2mm starker Graupappe, und nehmen wir an, Du möchtest auf dem vorderen Buchdeckel ein 4x6 cm großes Schild mit dem Buchtitel leicht tiefergelegt anbringen. Dann ...
  1. ... nimmst Du für den vorderen Buchdeckel anstelle einer 2 mm starken zwei 1mm starke Graupappen gleicher Größe. Eine lässt Du unangetastet, in der zweiten schneidest Du an der Stelle, an der Du das Schild anbringen möchtest, die Graupappe aus. Es entsteht dann eine Art Buchdeckel-Rahmen mit einem Loch in der Mitte. Lass etwas Spiel für das Bezugsmaterial, umlaufend um die Größe des Schildes bspw. 1-2 mm (das Loch wäre dann also 4,4x6,4 cm groß). Wie viel Spiel Du lassen willst, ist eine Frage des Geschmacks und hängt auch davon ab, wie sehr sich das Papier des Schilds beim Anschmieren ausdehnt.
  2. Klebe nun die beiden 1mm starken Graupappen aufeinander. Es entsteht ein 2mm starker Buchdeckel (Du kannst ihn auch erst etwas größer machen und dann nach dem Zusammenkleben trimmen. So erhälst Du saubere Kanten). Unter leichtem Druck trocknen lassen - mit den restlichen Teilen zur Einbanddecke zusammen bauen. 
  3. Beziehe nun die Einbanddecke mit dem Bezugsmaterial Deiner Wahl. An der vertieften Stelle mußt Du nun sorgfältig (und vorsichtig) das Bezugsmaterial in die Vertiefung einarbeiten. Bei Leinen erfordert das mitunter einiges Nacharbeiten mit dem Falzbein, damit die Kante sauber sichtbar wird. Es kann helfen, wenn Du das ausgeschnittene Stück Pappe in das Loch legst (ggf. mußt Du es einen halben mm trimmen) und die Decke dann eine Weile abpresst. 
  4. Buch zusammenbauen, Schild in die Vertiefung kleben - fertig.
Ich hätte Dir gerne ein Foto von einer fertigen Arbeit beigefügt, aber ich habe leider gerade keine da. Sieht aber sehr elegant aus. Damit peppst Du auch ganz schlichte Ganzleinen-Einbände auf. 

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1 Tag 9 Stunden her #413 von theo
theo antwortete auf Die "Mutter" des Kochbuchs.
Das hört sich gar nicht so kompliziert an. Muss ich mir mal bei einem Testbuch anschauen. Wenn man so was zum ersten Mal macht, muss es ja nicht gleich ein Buch für einen anderen sein. Hier war ich froh, das wieder so hinbekommen zu haben. Der alte Einband war auch mehr Kunststoff als Leinen, da hätte das sicher gut gepasst, getraut hätte ich mich dennoch nicht. :o)
Danke für den Tipp, ist hinterm Ohr.

theo

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